Teamwork – Hardwork?

Wie die Zusammenarbeit auch in deinem Team funktioniert – 3 Tipps für dich!

 

Würdest du dich eher in die Kategorie „Einzelkämpfer“ einsortieren oder doch in die Schublade „Teamplayer“ stecken?

 

Ich möchte dir gerne von den hitzigen Diskussionen erzählen, die diese Woche in meinem Seminar abliefen…

 

Die eine Hälfte der Teilnehmer war absoluter Befürworter der Teamarbeit. Sie finden Teamarbeit super!

 

Die andere Hälfte der Teilnehmer berichtete von ihren Erfahrungen, dass sich bei der Teamarbeit gerade die faulen Mitarbeiter gut verstecken können und sich auf den Lorbeeren der High-Performer ausruhen können.

 

Auf welcher Seite stehst du? Wie wichtig ist die Teamkompetenz in deinem Bereich oder Unternehmen?

 

Ich weiß aus meinem früheren Angestelltendasein noch ziemlich gut, dass ich meistens alleine gearbeitet habe. Es gab zwar regelmäßig Teammeetings und hier und da gemeinsame Projekte, aber ist das richtige Teamarbeit?

 

Naja, zurück zu der Diskussion meiner Seminarteilnehmer:

Eine sagte: „Ich habe Kollegen, die immer zu spät kommen und dafür früher wieder nach Hause gehen und so bleibt vieles an mir hängen. Außerdem hab ich Kollegen, die sich am Kaffeeautomat treffen und sich gefühlte Stunden über ihr Privatleben austauschen. Oder diejenigen, die mit ihrem Auto an die Stempeluhr fahren und sich dann in aller Seelenruhe einen Parkplatz suchen…nur um schon mal Arbeitszeit zu sammeln, die dann wieder abgefeiert werden kann. Und ich muss in der Zeit das Telefon übernehmen…“

Ein anderer Teilnehmer erzählte dann von einem Kollegen, der wenig zu einem Projekt beigetragen, sich dann aber mit den Federn der anderen geschmückt hat, um beim Chef einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Ok – wir sind uns bestimmt einig. Mit Teamarbeit oder Kollegialität hat das wenig zu tun.

Auch wenn wir – zugegebenermaßen – unseren Spaß im Seminar hatten, musste ich die Diskussionen eindämmen. Bevor wir dann unsere Seminarzeit ausschließlich mit der Lästerei über nicht teamfähige Kollegen vergeuden, haben wir uns dann an die Lösung gemacht und die folgende Frage – zumindest zum Teil – versucht zu beantworten: „Was können Führungskräfte denn tun, um ihre Teams zu stärken?“.

 

 

Grundsätzlich brauchen alle Teammitglieder die Sicherheit, Ideen und Vorschläge offen diskutieren zu können, ohne dass sie ausgelacht oder gar ignoriert werden. Je größer das gegenseitige Vertrauen im Team ist, desto besser auch die Zusammenarbeit. Eine Führungskraft muss dafür sorgen, dass der Umgang mit Fehlern konstruktiv ist, eine offene und faire Kommunikation gelebt wird und natürlich musst du selbst als gutes Beispiel vorangehen.

 

Warum das WIR-Gefühl so wichtig ist!

Damit ich immer am Puls der Zeit bin, lese ich viel rund um das Thema Personalentwicklung und Mitarbeiterführung. Ständig begegnen mir neue Formen der Zusammenarbeit und wir alle werden aufgefordert, diese noch „besseren“ Methoden im Unternehmen einzusetzen, um effizienter zu arbeiten.

 

Mal ehrlich: Ist das wirklich nötig? Brauchen wir wirklich neue Methoden oder brauchen wir nicht auch ein gutes Gemeinschaftsgefühl – ein Wir-Gefühl 😊. Das bedeutet nicht, dass das ICH in den Hintergrund rücken soll, es bedeutet, dass genau die starken ICHs, nur einen größeren Teamgedanken entwickeln sollen. Gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, auch über den eigenen Verantwortungsbereich hinaus, daraus besteht das WIR-Gefühl.

 

Da wo wir versuchen, auch mal die Perspektive des anderen Kollegen einzunehmen und Ideen austauschen, entstehen innovative Lösungen. Das steigert die Qualität der Leistung und genau das ist es, was der Kunde am Ende deutlich spüren kann.

 

Tipp 1: Das WIR-Gefühl fördern – mit der Wertschätzungswand (Tipp für kleine Budgets)

Ich hatte dir schon mal von der Wertschätzungswand berichtet. Platziere eine „Wertschätzungswand“ in einem Raum, der von möglichst allen genutzt wird. Trefft euch freitags und jeder Kollege klebt mindestens einen Post-it an diese Wand mit einem Lob an einen Kollegen, der ihn in der vergangenen Woche unterstützt hat.

Minuten bei Kaffee und Tee, das stärkt den Team-Spirit – probiere es aus!

 

Tipp 2: Schlechte Führung führt zu schlechten Teams! Führung muss entwickelt werden!

Das mit dem WIR-Gefühl klingt ganz wunderbar. Es ist aber gar nicht so einfach ein sicheres Umfeld zu schaffen, damit sich alle Teammitglieder wohlfühlen und ihre Meinung teilen.

Wie läuft das in deinem Team (sofern du Führungskraft bist)? Arbeiten deine Mitarbeiter und Kollegen mehr gegeneinander als miteinander?

Sorry, aber dann solltest du deinen Führungsstil überdenken. Denn wenn Mitarbeiter keinen Team-Gedanken entwickeln können, dann trifft leider der Spruch: „Der Fisch stinkt am Kopf zuerst“ sehr genau.

Neulich hat mir einer meiner Teilnehmer erzählt, dass es für ihn als Vertriebsleiter unglaublich schwierig ist, ein gutes Klima in seinem Vertriebsteam herzustellen. Die Technik-Abteilung entwickelt Produkte völlig am Markt vorbei, der Vertrieb kennt den Bedarf wird aber nicht eingebunden. So schimpfen die Vertriebler auf die Technik/Entwicklungsabteilung und die Techniker meckern über den Vertrieb, weil sie die Produkte nicht an den Mann bringen. Diese Schuldspirale könnte man endlos fortschreiben. 

Menschen kooperieren nur dann, wenn im Unternehmen keine Wettbewerbskultur herrscht. Sonst ist jeder auf seinen eigenen Vorteil aus und es entsteht kein Vertrauen untereinander. So kann kein Austausch stattfinden und Kooperation kann nicht gelebt werden.

Wie kann man Vertrauen und Kooperation fördern?

Verbundenheit herstellen! Bevor ein Team miteinander arbeitet, sollten sie nach dem suchen was sie mit den anderen verbindet, anstatt nach dem, was sie trennt. Es gibt immer Gemeinsamkeiten, ob beruflich oder privat. Studien belegen, dass Teams, die im Vorfeld eine „Verbindung“ herstellen, bessere Ergebnisse erzielen und sich leichter einigen können.

Vielleicht fragst du dich, was du als Führungskraft noch dazu beitragen kannst? Ich hatte es eingangs schon einmal erwähnt…

 




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Tipp 3: Vorbild sein!

Hand aufs Herz. Bist du ein Vorbild für deine Kollegen und Mitarbeiter? Bist du jemand…

  • der andere bei dem unterstützt was sie tun und Vertrauen entgegenbringt?
  • der lösungsorientiert arbeitet und keine „Schuldigen“ sucht?
  • der anderen Raum gibt, um selbst entscheiden zu können, denn bekanntlich führen viele Wege nach Rom?
  • der Lob gerne ausspricht und Mitarbeiter fördert?

Super! Dann ist der Grundstein gelegt. Die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter richtig einschätzen können, um jeden Einzelnen seinen Stärken entsprechend einzusetzen, erfordert Disziplin und Arbeit – vor allem an sich selbst.

Wichtige Grundlagen, die du für dein Team schaffen solltest:

  • Gemeinsame Ziele setzen
  • Klare Zuständigkeiten schaffen
  • Klare Entscheidungskompetenzen zuordnen
  • Mitarbeiter fördern und fordern

Kennst du eigentlich den Podcast von Bernd Geropp zum Thema Teamarbeit? Hör doch mal REIN!

 

 

 

Noch ein paar Fakten zum Schluss

Kennst du den Gallup Engagement Index? Die Ausgabe per September 2019 besagt, dass jeder 6. Mitarbeiter innerlich gekündigt hat. Gallup untersucht jährlich den Grad der emotionalen Bindung der Arbeitnehmer. Laut der aktuellen Studie machen 69 Prozent (!! Kaum zu glauben!!) der Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift. 16 Prozent haben bereits innerlich gekündigt, viele davon sind schon längst aktiv auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Nur schlappe 15 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich ihrem Arbeitgeber verbunden!

Die Hauptursache für diese erschreckende Rückmeldung sind schlechte Führungskräfte, die mit ihrem Verhalten erheblichen Einfluss auf die Unternehmenskultur haben.

Mitarbeiter kommen wegen dem Unternehmen und gehen wegen der Führung

Gute Teamarbeit lebt also nicht nur von einem guten Miteinander, gegenseitiger Wertschätzung und konstruktiver Auseinandersetzung, sondern auch davon, dass die Führungskraft den passenden Rahmen dafür schafft. Wie sieht das in deinem Team aus?

Arbeitest du in einem „Chaoshaufen“ oder in einem Team? In der Übersicht erkennst du den Unterschied:

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Viele Grüße

Julia

PS: Auch richtiges Delegieren gehört zur guten Führung dazu. Hier geht’s zum Blogartikel.