Geld regiert die Welt?! Ist das dein Lebensmotto?

In 6 Schritten zur richtigen Gehaltsvorstellung!

Geld regiert die Welt?! Ist das dein Lebensmotto?
In 6 Schritten zur richtigen Gehaltsvorstellung!

Geld regiert die Welt?! Ist das dein Lebensmotto?

In 6 Schritten zur richtigen Gehaltsvorstellung!

Du erfährst heute, welches Gehalt du bei deiner Bewerbung angeben kannst – ohne dich gleich ins Aus zu schießen, aber auch ohne dich unter Wert zu verkaufen.

Haha…Ich sehe die Euro-Zeichen schon in deinen Augen blinken ;-D

Wir alle sind Gewohnheitstiere. Wenn wir uns dann doch mal bequemen uns von unserem kuschelig eingerichteten Arbeitsplatz zu erheben (um uns woanders vorzustellen), dann kommt früher oder später die gefürchtete Frage nach unserer Gehaltsvorstellung.

Wenn du deine wertvolle Arbeitskraft in einem neuen und ungewissen Umfeld einsetzen sollst, dann willst du dich – GANZ KLAR!!! – finanziell nicht verschlechtern.

Fettnäpfchen, in die Bewerber bei ihrer Gehaltsvorstellung tappen:

Fettnäpfchen Nummer 1: Viele Kandidaten übertreiben es mit ihrer Gehaltsvorstellung und pokern von Anfang an zu hoch! Unternehmen setzen sich Schmerzgrenzen und sortieren die Kandidaten, die diese überschreiten direkt aus. Als Faustregel gilt, dass du bei einem Arbeitgeberwechsel 10 bis 15 % mehr Gehalt fordern kannst.

Doch Vorsicht: Das gilt natürlich nicht, wenn du deine Jobs wie deine Unterwäsche wechselst. Das wäre ja noch schöner… Fettnäpfchen Nummer 2: Kandidaten geben eine sehr niedrige Gehaltsvorstellung an, damit sie in die nächste Runde kommen. Das ist ein großer Fehler. Schwierig wird es nämlich dann im Gehaltsgespräch zu argumentieren, warum du doch mehr verdienen solltest.

Fettnäpfchen Nummer 3: Andere Bewerber geben in ihrer Bewerbung bewusst keine Gehaltsvorstellung an – obwohl in der Ausschreibung explizit nach einer Angabe gefragt wird. Das machen sie, weil sie absolut keinen blassen Schimmer haben, wie die Stelle eingestuft ist. Aus Personaler-Insiderkreisen weiß ich, dass – gerade attraktive Arbeitgeber, die es sich leisten können – solche Bewerbungen direkt aussortieren.

Begib dich in den Zahlen-Dschungel!

Ich helfe dir deine angemessene Gehaltsvorstellung zu ermitteln!

In 6 Schritten zur Zahl der Zahlen – deiner angemessenen Gehaltsvorstellung!

Du warst noch nie ein Held in Mathe? Kein Problem! Ich auch nicht 😉

Wenn ich das berechnen kann, kannst du das sowieso!

Meine Aufgabe für dich:

Nimm dir ein weißes Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Zeichne die folgenden Tabellen nach:

Gehaltsvorstellung:

 Jahres-BruttoeinkommenJahres-Nettoeinkommen*
Internetrecherche (Schritt 1)XX.XXX €XX.XXX €
Netzwerk (Schritt 2)XX.XXX €XX.XXX €
Bauchgefühl (Schritt 3)XX.XXX €XX.XXX €
Durchschnitt IXX.XXX €XX.XXX €

 

 

 

 

 

 

Einen Brutto-Nettorechner findest du hier.

Kosten:

Jahreskosten
Lebenshaltungskosten heute (Schritt 4)XX.XXX €
Lebenshaltungskoten in 5 Jahren (Schritt 5)XX.XXX €
Durchschnitt IIXX.XXX €

 

 

 

 

 

Differenz berechnen

Durchschnitt I Jahres-Nettoeinkommen – Durchschnitt II Jahreskosten = XX.XXX €

1. Schritt: Recherchiere was das Zeug hält!

Gehe auf Gehaltsvergleich-Seiten, wie z. B. gehaltsvergleich.com oder gehalt.de und schaue, welches Gehalt für deine Position und deine Berufserfahrung sowie Abschlüsse angebracht ist. Trage das Jahresbruttogehalt in die Tabelle ein und wandele es in ein Nettogehalt um.

2. Schritt: Netzwerk anzapfen!

Du kennst jemanden, der in dem Unternehmen tätig ist, in dem du dich bewerben möchtest? Prima, dann frage ihn bei der Gehaltssache um Rat.

Du weißt nicht, ob du jemanden in dem Unternehmen kennst, dann „stalke“ auf XING und suche nach dem Unternehmensnamen oder schau direkt auf der Teamseite der Homepage.

Alternativ kannst du auch einen Karriereexperten oder einen Personalreferenten deines Vertrauens bitten eine Einschätzung für die Stelle abzugeben.

Trage deine Werte in die Tabelle ein!

3. Schritt: Hör auf deinen Bauch!

Was sagt dein Bauchgefühl zur Gehaltsvorstellung?

Ich weiß genau, dass du schon die ganze Zeit eine Zahl im Kopf hast, dich aber nicht traust, sie zu Papier zu bringen. Los schreib sie als dritte Zahl auf.

4. Schritt: Welche Lebenshaltungskosten hast du?

Lebst du in Saus und Braus? Das werden wir jetzt mal auf Herz und Nieren prüfen.

 

Neben den Lebenshaltungskosten sollte dein Gehalt auch genügend Puffer für den Spaß am Leben – und eine kleine Reserve – lassen. Erstelle dir eine Tabellenvorlage. Am besten in Excel.

Für was?Deine Monatskosten:

 

Miete oder Abzahlung Immobilie

 

 
KFZ-Kosten

 

 
Versicherungen

 

 
Sparverträge

 

 
Ernährung

 

 
Hobbies

 

 
Haustiere

 

 
Rauchen oder sonstige kleine Laster 😉

 

 
Feiern, Sport o.ä.

 

 
Gesamtkosten 

 

 

Übrigens: Jahreskosten solltest du durch 12 teilen (z. B. Autoversicherung).

Wenn deine Liste vollständig ist, nimm den Gesamtwert mal 12. So kommst du auf deine Jahresausgaben, die du dann eintragen kannst.

5. Schritt: Blick in die Glaskugel! Lebenshaltungskosten in 5 Jahren!

Überlege, wohin sich deine Kosten in den nächsten 5 Jahren entwickeln werden. Bleiben sie gleich? Werden sie höher? Vermutlich letzteres! Diese Entwicklung solltest du versuchen einzuplanen. Wie viel Geld wirst du in 5 Jahren zusätzlich benötigen, um deine Kosten zu decken?

Also: Mache die Aufstellung von eben noch einmal für das Jahr 2023! Trage dein geschätztes Ergebnis in die Tabelle ein.

6. Schritt: Differenz ermitteln! Puffer oder Miese?

Jetzt gleichst du deine ermittelte vorläufige Gehaltsvorstellung mit deiner Kostenaufstellung ab und siehst nach wie viel Puffer dir bleibt. Passt das? Und bekommst du auch in wenigen Jahren deine Kosten noch gestemmt?

Übrigens: Kleine Gehaltserhöhungen wirst du – bei entsprechender Leistung – meistens erhalten.

Achtung: Für den Fall, dass du keinen Cent übrig behältst, solltest du darüber nachdenken, deinen Kostenapparat zu senken und Sparpotenzial zu identifizieren. Am besten nimmst du dir die Unterstützung eines Finanzberaters.

4 Faustregeln, die zwar wichtig - aber nicht neu - für dich sind:

  1. Je größer das Unternehmen, desto höher die Gehälter.
  2. Je zentraler das Unternehmen angesiedelt ist (z. B. in der Innenstadt), desto höher die Gehälter.
  3. Je gefragter die Branche, desto geringer die Gehälter.
  4. Je solventer das Unternehmen, desto höher die Gehälter.
Ein absolutes No-Go ist es, wenn du im ersten Gespräch nach dem Gehalt fragst.

Warum? Frage zurück: Wie soll der Personaler auf eine angemessene Gehaltsvorstellung kommen, wenn er noch gar nicht weiß, was er an dir haben wird?

Wenn ihr euch im Bewerbungsprozess angenähert habt, kommt das Thema sowieso auf den Tisch. Geduld ist angesagt.

Du musst ja mal so überlegen: Du wärst ja gar nicht eingeladen worden, wenn deine Vorstellung zu überzogen wäre.

Wie du siehst steckt in diesen Fragen auch eine ganz große Chance zu punkten!

Luxusproblem: Chronische Überbezahlung! Schön wär`s!

Blöd wird es, wenn du jetzt schon überirdisch gut verdienst und du chronisch überbezahlt wirst. Ok, Luxusproblem. Vermutlich verdrehst du gerade deine Augen und denkst dir, warum sollte dann jemand wechseln…ähm, es gibt einige Gründe, warum jemand einen gut bezahlten Job wechseln sollte! Aber das ist ein anderes Thema….

 

Wie formulierst du deine Vorstellung im Anschreiben – wenn du bei deinem jetzigen Arbeitgeber schon sehr gut verdienst?

Hier zwei Beispiele für dich:

Beispiel 1: „Mein aktuelles Bruttojahreseinkommen liegt bei XXX.000 p. a..“
Dann weiß dein zukünftiger potenzieller Arbeitgeber worauf er sich einlässt.

Wenn du derzeit sehr attraktive Sozialleistungen geboten bekommst und auf diese ungern verzichten möchtest, kannst du eine Gehaltsrange angeben. Ein Satz, den du in deine Bewerbung aufnehmen könntest, wäre z. B.

Beispiel 2: „Je nach Ausgestaltung der betrieblichen Sozialleistungen liegt meine Gehaltsvorstellung zwischen XX.000 und XX.000 Euro brutto p. a.“

 

By the way: Gehaltsanpassung im aktuellen Job!

Einige meiner Kunden und Seminarteilnehmer berichten mir davon, dass sie in ihrer aktuellen Jobposition weit anspruchsvollere Aufgaben erledigen als in ihrer Jobbeschreibung vereinbart. Wenn dem so ist, dann solltest du deinen Chef unbedingt nach einer Gehaltsanpassung (keine Gehaltserhöhung) fragen. Du machst ja schon mehr als vereinbart. Das steht dir zu!

 

Mit der Harvard-Methode erreichst du dein Gehaltsziel!

Vermutlich ist dein zukünftiger Chef ein Alpha-Männchen. Sonst wäre er nicht da, wo er jetzt ist. Und Alpha-Männchen tragen das Gewinner-Gen in sich. Das heißt sie wollen immer gewinnen. Mein Tipp für dich: Gib ihm das Gefühl zu gewinnen und du wirst gewinnen!

 

Mit der Harvard-Methode geht ihr beide als Gewinner aus der Verhandlung heraus. Bei dieser Methode steht die Kooperation im Vordergrund. Mithilfe einer kleinen Geschichte über eine Orange erzähle ich dir, was genau hinter dieser Taktik steckt…

Deine Julia von Personal Instinkt

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