Disziplin entsteht von allein, wenn man liebt was man tut!

Kennst du die Werbung mit den Kindern und dem Überraschungs-Ei?

Die Kinder wurden einzeln und allein in einen Raum gebracht und hatten die Option aus dem einen Überraschungs-Ei auf dem Tisch 2 zu machen, wenn sie es schaffen, das eine Ei auf dem Tisch 15 Minuten nicht anzurühren.

Persönlichkeitsforscher Walter Mischel hat diesen Test, allerdings mit Marshmallows durchgeführt und konnte belegen, dass Menschen langfristig erfolgreicher sind, wenn sie sich gut unter Kontrolle haben. Zwei von drei Kindern konnten im Test nicht widerstehen. Manche schafften es bis zu 14 Minuten und wurden dann in den letzten Minuten doch noch schwach.

Allerdings schaffte es eins der drei Kinder der Versuchung zu widerstehen, um am Ende das Doppelte zu erhalten. Die Kraft, die ihm dazu verholfen hat bis zum Ende durchzuhalten, ist die Selbstdisziplin.

Selbstdisziplin + Pläne = Erfolg

Um zu schauen, ob es zwischen Erfolg und Selbstdisziplin einen Zusammenhang gibt, hat man 15 Jahre später, die mittlerweile 18jährigen Probanden, erneut untersucht. Das Drittel, das so diszipliniert unterwegs war, war viel erfolgreicher als die restlichen Teilnehmer. Sie hatten bessere Schulnoten, mehr Freunde, spannende Zukunftspläne und waren körperlich und physisch fitter, als die zwei Drittel, die als Kind nicht Nein sagen konnten. Sie waren in der Lage Ziele besser zu verfolgen und konnten gut mit Rückschlägen umgehen.

Welches dieser Kinder wärst du gewesen?

Im übertragenen Sinne heißt das im Job für die zwei Drittel, die wenig Selbstdisziplin haben, dass sie sich mit einem Beruf zufriedengeben, der bequem ist und Geld einbringt, aber nicht unbedingt erfüllend ist. Das monatliche Einkommen entschädigt nur im geringen Maße für die Langeweile und mitunter auch den Frust, den die Bequemlichkeit und vielleicht auch die Angst vor Veränderung mit sich bringt.

Das selbstdisziplinierte eine Drittel hat berufliche und private Ziele, einen Job der sie zufrieden macht und einen bunten Blumenstrauß voller Pläne, die alle erfüllt werden wollen. Sie sind mit sich im Reinen und meistens glücklich und erfolgreich. Sie müssen sich nicht disziplinieren, denn Disziplin entsteht von allein, wenn man liebt was man tut.

Selbstdisziplin heißt also auch, wenn ich mich danach fühle, das Überraschungs-Ei jetzt zu essen, ist es manchmal besser für mich, jetzt zu verzichten. Ich verzichte jetzt auf eine direkte Belohnung zugunsten einer zukünftigen, viel größeren Belohnung.

Hier erhältst du noch mehr Tipps!

Selbstdisziplin kann man trainieren

Glücklicherweise kann man Selbstdisziplin trainieren. Es ist wie ein Muskel, je stärker wir ihn beanspruchen und trainieren, desto mehr wächst er. Das bedeutet, wenn du deine persönliche Entwicklung vorantreiben willst, musst du dir Ziele stecken und diese auch erreichen. Wenn du nichts tust wirst du dich genau da wiederfinden, wo du heute stehst.

Wie diszipliniert bist du? Dieser kleine Test gibt dir einen ersten Eindruck zum Thema Disziplin.

Beantworte die Fragen mit Ja, Nein oder teilweise.

  • Es fällt mir nicht schwer, mit etwas anzufangen
  • Ich mache Pläne und halte mich daran
  • Wenn ich an etwas arbeite, bin ich nicht abzulenken
  • Wenn ich ein Ziel habe verfolge ich es
  • Routinearbeiten erledige ich immer schnellstmöglich
  • Neue Aufgaben prüfe ich erst, ob ich sie überhaupt erreichen kann

Hast du die meisten Fragen mit „Ja“ beantwortet? Super, du bist die Disziplin in Person. Hast du einige Fragen mit „Nein“ beantwortet oder warst dir unsicher? Dann besteht noch Entwicklungspotenzial 🙂

3 Schritte zur Selbstdisziplin

Weißt du eigentlich, dass du schon sehr diszipliniert bist? Genau die Selbstdisziplin, die du brauchst, um erfolgreich zu werden. Glaubst du nicht?

Du stehst jeden morgen auf und fährst zur Arbeit, zur Uni, zur Schule, du versorgst deine Kinder oder Tiere, gehst zum Sport, triffst Freunde, organisierst Termine und checkst deine Emails…

Die Aufzählung könnte ich endlos fortführen, denn um all das zu erledigen brauchst du Disziplin. Du hast also Selbstdisziplin bei den Dingen, die

  • dir Spaß machen (Sport, Tiere, Kinder),
  • die du gewohnt bist (Emails, Termine)
  • oder bei denen wo du weißt wofür du sie tust (Arbeit=Geld).

Wenn einer dieser Punkte erfüllt ist, fällt es dir im Regelfall leicht es zu tun, oder? Das Geheimnis besteht nun darin, ab sofort immer dafür zu sorgen, dass du bei den Dingen, die du zukünftig tust

  • Spaß hast
  • es dir zur Gewohnheit machst
  • oder du weißt warum du es tust

4 wichtige, unverzichtbare Säulen der Selbstdisziplin

Auch wenn der Grundstein gelegt ist, dürfen 4 wichtige Eigenschaften nicht fehlen, es sind quasi die Säulen der Selbstdisziplin.

Die Willenskraft ist die treibende Kraft, die enorm wichtig ist, um Ziele zu erreichen.

Harte Arbeit heißt in diesem Zusammenhang nicht 24/7 zu arbeiten, sondern es geht darum sich ein eigenes Fundament für seine Ziele zu setzen und an diesem Bauwerk regelmäßig zu arbeiten und einen eigenen Wert für sich und sein Leben zu schaffen.

Mittels Zeitmanagement und sinnvoller Arbeitsaufteilung schaffen wir produktive Zeit, die hilft effizient zu arbeiten. Auch dazu gehört Selbstdisziplin sich nicht vom täglichen Arbeitswahnsinn leiten zu lassen.

Immer dann, wenn das Gefühl auftaucht, es macht keinen Sinn mehr oder es prasseln zu viele Rückschläge ein, genau dann ist Durchhaltevermögen eine der wichtigsten Eigenschaften. Durchhalten bedeutet nicht an Dingen festzuhalten, die keinen Sinn mehr haben, Durchhalten heißt auch, den Plan zu ändern und seine Energie an anderer Stelle einzusetzen. Die Frage ist: Passen Plan und Ziel noch zusammen? Wenn nicht dann ist das kein Aufgeben, sondern nur eine Anpassung, das ist ein großer Unterschied.

Dazu fällt mir ein: kennt ihr die Geschichte von Steve Jobs? Seine Anfänge waren alles andere als einfach. Die Geschichte dazu findet ihr HIER.

Ein unglaublicher Unternehmer, oder? Allerdings hätte er seinen Umgang mit Mitarbeitern noch etwas verbessern können. Eine Kündigung im Fahrstuhl, nur weil die Antwort auf seine Frage nicht das war, was er sich vorstellte, ist schon erschreckend. Hätte ich ihn im Aufzug getroffen, hätte ich ihn von meinen Onlinekurs zum Führungsexperten überzeugt 😊.

Steve Jobs ist ein Beispiel, wie man mit Selbstdisziplin und Willenskraft erfolgreich wird, auch wenn die Voraussetzungen alles andere als gut erscheinen. Ob das seine Art der Mitarbeiterführung rechtfertigt? Ein motivierender und konstruktiver Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern ist heute die Grundlage jeglicher Zusammenarbeit.

Wie steht es um deine Führungskompetenzen? Hast du das Zeug zur guten Führungskraft?

Mit meinem Test kannst du es herausfinden.

TEST

Und? Wie ist es um deine Führungskompetenz bestellt?

Ich freue mich auf dein Feedback!

Deine Julia

P.S. Kennst du eigentlich meinen Blog zum Thema: Was ist dein Warum? HIER geht’s lang…