Alte Hasen, junge Füchse: ein Erfolgstandem?

 

 

7 goldene Regeln für die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung

 

 

Kennst du das arabische Sprichwort: Ein Heer von Schafen, das von einem Löwen geführt wird, schlägt ein Heer von Löwen, das von einem Schaf geführt wird?

 

 

Wie kann das sein? Was macht einen Löwen aus? Er symbolisiert Stärke, Gelassenheit und Loyalität und ist in der Lage eine Herde anzuführen. Dies kann man von einem Schaf nicht behaupten.

 

Du siehst also wie wichtig und entscheidend die Kompetenzen einer „Führungs“kraft sind. Diese stehen viel mehr im Vordergrund als die Kompetenzen der vermeintlichen „Schafe“, also im übertragenen Sinne der Mitarbeiter. Eine Führungskraft muss Gruppen formen und leistungsfähig machen können und dies über Generationen hinweg.

 

Neben den unterschiedlichen Leistungspotenzialen der einzelnen Mitarbeiter benötigen unterschiedliche Altersgruppen unterschiedliche Führung. Um alte Hasen und junge Füchse zum Erfolgstandem werden zu lassen, bedarf es Fingerspitzengefühl.

 

 

 

 

SCHAU DIR DIESEN ARTIKEL AN. Wie junge Mitarbeiter die alten anspornen und umgekehrt.

 

Die Studie, auf die sich der Artikel bezieht, ist aus 2013. Wir wissen also schon viele Jahre, dass Alt und Jung die beste Kombi im Unternehmen ist. Warum leben wir es nicht?

 

Was setzt du in deinem Bereich bereits um, um die Generationen zusammenzubringen?

 

Die Generation Y erobert gerade den Arbeitsmarkt und vor allem die sogenannten Young Professionals unter ihnen werden von Unternehmen hart umworben. Für viele ältere Mitarbeiter bringt das reichlich Konfliktpotenzial mit sich.

 

Vielfalt – neudeutsch auch gern Diversity genannt – sorgt dafür, dass in einem Unternehmen produktiver gearbeitet wird. Zu diesem Ergebnis kamen unterschiedliche Studien.

 

Der große Vorteil der Vielfalt: Man kann voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. Doch hin und wieder kommt es in heterogenen Gruppen auch zu Konflikten – beispielsweise dann, wenn unterschiedliche Generationen aufeinandertreffen und miteinander arbeiten sollen.

 

In nahezu allen Unternehmen – ausgenommen Startups, die von Haus aus auf ein junges Team setzen – ist es völlig normal, dass ältere und jüngere Kollegen zusammenarbeiten.

 

Erfahrung trifft auf frischen Wind, traditionelle Sichtweisen auf neues Denken. So weit, so unproblematisch.

 

Doch gerade diese Gegensätzlichkeit, die (zumindest in der Theorie) viele neue Ansätze und Ideen hervorbringen kann, ist häufig der Auslöser für Konflikte. Die beiden Hauptgründe hierfür: Mangelhafte Kommunikation und unterschiedliche Arbeitsmoral.

 

Klassische Streitthemen der Generationen

 

Während Vertreter der Generation Y großen Wert auf Flexibilität, Selbstverwirklichung und eine Work-Life-Integration legen, sind die sogenannten Babyboomer froh, wenn sie Arbeits- und Privatleben möglichst klar voneinander trennen können.

 

 

Diese unterschiedlichen Auffassungen vom erfüllten Arbeitsalltag summieren sich mit weiteren Faktoren, wie Erfahrungswerten und Technikverständnis zu einem explosiven Konflikt-Cocktail.

 

 

Wie ist dein Team altersmäßig aufgestellt?

 

Die Generations-Typologie wird ab dem Geburtenjahrgang 1922 bis heute in 4 verschiedene Generationen nach dem Zeitraum ihrer Geburt eingeteilt:

 

  • Babyboomer, 1956 – 65
  • Generation X, 1966 – 80
  • Generation Y, 1981 – 95
  • Generation Z ab 1996

 

Notiere dir, wie viele Mitarbeiter du in der jeweiligen Sparte hast.

 

Wie sind die Konstellationen im Team? Welche Generationen harmonieren gut zusammen? Woran liegt das? Kannst du dies auf andere übertragen?

 

Klassische Auslöser für Streitigkeiten zwischen den Generationen sind beispielsweise:

 

  • generelle Ansichten beim Treffen einer Entscheidung
  • kreative Entstehungsprozesse
  • theoretische Herangehensweise an ein Problem
  • praktische Umsetzung einer Idee
  • Vorgesetzter ist deutlich jünger
  • zwischenmenschliche Interaktion
  • Vorurteile und Klischees befeuern den Generationenkonflikt im Büro zusätzlich

 

Ein weiteres Problem im Hinblick auf den Generationenkonflikt im Büro ist das teils stark ausgeprägte Schubladendenken vieler Kollegen.

 

Während junge Mitarbeiter häufig als übereifrige Jungspunde, die sich erst einmal die Hörner abstoßen müssen, eingestuft werden, gelten ältere schnell als unflexibel, festgefahren und wenig kompromissbereit. Hinzu kommt die feste Überzeugung, dass die jeweils andere Generation faul ist und man selbst allein die ganze Arbeit übernimmt.

 

Solche Klischees und Vorurteile sind natürlich alles andere als förderlich. Sie befeuern den Konflikt zusätzlich und sorgen dafür, dass sich die Generationen noch weiter voneinander entfernen.

 

 

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7 goldene Regeln für die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung

Es ist nicht unmöglich, dass ältere und junge Kollegen erfolgreich zusammenarbeiten. Wenn alle Beteiligten sich an einige Regeln halten, ist der Generationenkonflikt im Büro schnell überwunden.

 

  1. Miteinander reden. Ohne Kommunikation kann ein Konflikt, unabhängig vom Alter, nicht beigelegt werden. Damit Jung und Alt miteinander arbeiten können, ist ein verbaler Austausch unvermeidbar. Auf diese Weise lernt man sich nicht nur besser kennen, sondern hat auch die Chance, Vorurteile abzubauen und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

 

2. Akzeptiere andere Ansichten. Jede Generation hat ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche und Ansprüche – und das ist auch gut so! Um als Team funktionieren zu können, ist es wichtig, die Ansichten der anderen zu akzeptieren. Die eigenen Vorstellungen auf andere übertragen zu wollen ist reine Zeitverschwendung.

 

3. Versuche, dich in die Situation deines Gegenübers hineinzuversetzen. Ja, das ist mitunter schwierig – aber es ist möglich. Denke immer daran, dass niemand von dir verlangt, die Einstellung gut zu finden oder sogar selbst zu übernehmen. Du sollst lediglich in der Lage sein, diese (ein Stück weit) nachzuvollziehen.

 

4. Sei kompromissbereit. Wenn Jeder immer auf seine Meinung besteht, ist es nur logisch, dass es regelmäßig im Büro zu Streitereien kommt. Besser: Sei bereit, aufeinander zuzugehen und höre dir die Meinung des Gegenübers an.

 

5. Lerne voneinander. Vielfalt am Arbeitsplatz ist immer hilfreich, weil die unterschiedlichen Menschen einiges voneinander lernen können – sowohl die Jungen von den Alten – als auch umgekehrt.

 

6. Agiere immer auf Augenhöhe. Egal, wie jung oder alt, erfahren oder unerfahren ein Mitarbeiter ist – niemand ist dadurch besser oder schlechter als andere. Herablassendes Handeln oder Kommunizieren sind nicht nur unprofessionell, sondern auch Zündstoff für den Generationenkonflikt.

 

7. Habt keine Angst voreinander. Ein jüngerer Mitarbeiter läuft dir den Rang ab? Ein erfahrener Kollege wird sowieso den Posten als Projektleiter bekommen? Ein solches Konkurrenzdenken ist in vielen Büros an der Tagesordnung, aber überhaupt nicht hilfreich. Nimm Kollegen als unterstützende Wegbegleiter wahr und du wirst feststellen, dass dich dieses Verhalten automatisch voranbringt.

 

Mache dir bewusst, dass die tatsächliche Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern nicht wirklich vom Lebensalter abhängen, sondern vielmehr von der Persönlichkeit des Mitarbeiters, seiner Motivation, seiner Lernbereitschaft, seinen bisherigen Berufsstationen und seinem beruflichen Umfeld.

 

Wenn die Arbeit in altersgemischten Teams entsprechend der jeweiligen Leistungsfähigkeit verteilt wird, verliert das Alter an Bedeutung

 

 

Wenn du das Thema vertiefen willst, hier noch ein Buchtipp für dich:

Steffi Burkhart

Hilfe, die spinnen! Wenn Chefs verzweifeln-Tipps für den Umgang mit der Generation Y

 

Als Führungskraft wünschst du dir stets die beste Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehört auch eine positive und motivierende Arbeitsatmosphäre, die das Team anspornt.

 

 

Als Führungskraft bist du dafür verantwortlich, leistungsstarke Mitarbeiter und deren Motivation zu erkennen und richtig einzusetzen. Vertiefe deine Kompetenzen, um versteckte Potenziale von Mitarbeitern zu erkennen, gezielt einzusetzen und zu fördern. Ziel sollte sein, konkrete Handlungsempfehlungen mit Methoden und Tools zur Potenzial- und Kompetenzdiagnostik zu erlernen, um sie im Arbeitsalltag einzusetzen.

 

 

Dabei kann ich dir helfen: werde Führungsexperte (IHK).

 

HIER findest du weitere Informationen, wir starten wieder am 15.12.19 – sei dabei! Bei Fragen schreib mir einfach an info@personalinstinkt.de

 

Deine Julia

 

P.S. HIER geht’s zum Blog: Kennst du deine Berufung?