Alleskönner gesucht! – Teil 1

Gute Mitarbeiter und Kollegen zu finden ist nicht immer einfach und wird wohl auch zukünftig nicht leichter. Aber woran liegt das eigentlich?

Um die Mitarbeitersuche so konkret wie möglich zu gestalten ist ein gutes Anforderungsprofil und eine präzise Stellenbeschreibung der erste Schritt zum Ziel. Dann muss es nur noch die richtigen Menschen erreichen, denn lieber wenige gute Bewerber als viele Schlechte.

Die meisten Unternehmen stellen während der Erstellung von Stellenanzeigen fest, dass sie auf der Suche nach Alleskönnern sind.

Du auch?

  • jung UND erfahren
  • anpassungsfähig UND eigenständig
  • kreativ UND strukturiert
  • teamfähig UND extrovertiert
  • genau UND spontan
  • zielorientiert UND ergebnisoffen
  • mobil UND verfügbar
  • bezahlbar

Die große Fragen lautet: „Wo findet man diese Alleskönner und gibt es sie überhaupt?“

Unabhängig davon, ob es Alleskönner da draußen gibt ist es zunehmend wichtig, gute Talente zu finden, um den Unternehmenserfolg zu sichern.

Schaut euch mal das Video von Dr. Steffi Burkhart an. Sie erklärt sehr deutlich, warum Talentgewinnung der Erfolgsfaktor der Zukunft ist.

https://www.youtube.com/watch?v=rxestqiT_b0

Ist das nicht erschreckend? Mitunter müssen Unternehmen zukünftig Aufträge ablehnen, weil nicht genügend Mitarbeiter da sind, die sie abarbeiten können.

5-mal mehr Bewerber mit der richtigen Stellenanzeige

Da stellt sich die Frage was man tun kann, um die „richtigen“ Alleskönner ins Boot zu holen.

Tatsächlich ist die Stellenanzeige meistens der erste Berührungspunkt, mit dem sich das Unternehmen interessant machen sollte, um Bewerber zu gewinnen.

Heute müssen sich die Unternehmen bei den Fachkräften bewerben und nicht umgekehrt. Es gibt viele Möglichkeiten eine Stellenanzeige zu gestalten. Hast du solche Stellenanzeigen schon mal gesehen?

Die Anzeigen fallen auf jeden Fall auf!

Vermutlich hast du eine Vorlage, mit der du deine vakanten Stellen bewirbst.

Vielleicht helfen dir dennoch ein paar Tipps für deine nächste Stellenanzeige:

  • In die Headline gehört immer das Logo, der Standort, dicht gefolgt vom Stellentitel, dem Einstellungsdatum und ob eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle angeboten wird.

Diese Infos müssen auffällig und gut sichtbar sein. Mache den Unterschied zum Wettbewerb und beschreibe dein Unternehmen ganz persönlich, versuche Emotionen zu wecken.

Innovativ und wertschätzend sind auch die anderen. Was seid ihr?

  • Aussagekräftige Überschriften, Aufzählungspunkte und eine klare Struktur – kein Fließtext!

Gut verständlicher Inhalt, keine firmeninternen Bezeichnungen, das wollen die Bewerber lesen, denn oft werden Stellenanzeigen nur überflogen.

  • Welchen Mehrwert bietet das Unternehmen?

Ein monatliches Gehalt zahlt jeder. Gibt es kostenfreie Yoga-Kurse, täglich frisches Obst, spannende Team-Events? Nutze die Möglichkeit der Eigenwerbung.

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Mitarbeiter finden und zu Fans machen

Aufgrund der großen Auswahl an Jobs müssen sich Unternehmen bei der Mitarbeitersuche einfach interessant machen, aber was genau sollte man dafür tun?

Wusstest du, dass Unternehmensvideos eine enorme Reichweite haben?

Junge Arbeitnehmer fühlen sich damit „abgeholt“. Eine kostengünstige und innovative Methode, mit der sich die Stellen“anzeige“ sehr gut veranschaulichen lässt. 

Zeige Bilder vom zukünftigen Arbeitsplatz, befrage Kollegen, die (hoffentlich) mit Begeisterung von ihrer Arbeit erzählen – authentischer geht`s nicht!

Vielen Bewerbern ist die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben mittlerweile sehr wichtig. Wie steht es um die Work-Life-Balance in deinem Unternehmen?

Erzähle davon was ihr alles tut und du hast beim War for Talents gute Chancen auf gute Bewerber!

Weißt du eigentlich, dass sich jeder 3. Bewerber im Vorfeld über soziale Netzwerke und Bewertungsportale über das Unternehmen informiert?

Ist dein Unternehmen bei Facebook, Instagram und Co. unterwegs und postet regelmäßig? Wie steht es um Bewertungen in Bewertungsportalen wie Kununu oder ähnlichen?

Schau doch mal nach, ob es Mitarbeiter gibt, die dieses Portal genutzt haben. Schlechte Bewertungen können, wenn sie konstruktiv sind, als Verbesserung umgesetzt werden und gute Bewertungen kann es natürlich nicht genug geben 😊

Die meisten Jobsuchenden nutzen für die Stellensuche ihr Smartphone. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass die Unternehmenswebsite auch als mobile Ansicht verfügbar ist. Die eigene Homepage sollte immer auch auf die vakanten Stellen hinweisen, hier wäre neben Facebook, Instagram und Co. der ideale Ort, um das Unternehmensvideo zu platzieren 😊.

Es ist auch hilfreich den Wunsch nach Initiativbewerbungen auf der Internetseite deutlich sichtbar zu machen. Je höher die gewünschte Qualifizierung ist, desto länger dauert die Suche.

Hier findest du die Recruiting Trends vom Staufenbiel Institut, interessant zu lesen was andere tun…

https://www.staufenbiel.de/fileadmin/fm-dam/PDF/Studien/RecruitingTrends_2017.pdf

Wie läuft deine Werbetrommel?

Netzwerk

Um an potenzielle Mitarbeiter zu kommen, muss nicht immer ein großes Budget zur Verfügung stehen. Nutze doch dein persönliches Netzwerk! Frage bei Freunden und Bekannten nach, bitte sie das Video oder die Anzeige in den sozialen Medien zu teilen. Eine Empfehlung verhilft oft zu ersten Interessenten.

Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Kampagnen

Wenn du dich nicht nur auf deine Mund-zu-Mund-Propaganda verlassen willst, hilft vielleicht eine Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Kampagne? Viele Unternehmen bieten Mitarbeitern einen finanziellen Anreiz, um passende Kollegen zu finden.  Die Staufenbiel-Studie aus dem Jahr 2018 besagt, dass knapp ein Fünftel der Bewerber durch solche Kampagnen einen Job finden, es lohnt sich also!

Check up interne Mitarbeiter

Hast du auch in den eigenen Reihen nachgeschaut? Oftmals schlummern dort Talente. Du weißt, dass sie zum Unternehmen passen und förderst die Mitarbeiterbindung. Ganz nebenbei hast du viel Zeit und natürlich auch Geld gespart, weil kein externer Bewerbungsprozess in Gang gesetzt wird.

Kostenlose Jobbörsen

Für kleinere Unternehmen sind kostenlose Jobbörsen wie indeed.de oder unter meinestadt.de sicherlich hilfreich. Entscheidend ist immer welche Position zu besetzen ist. Werden leitende Angestellte gesucht, kann sich ein kostenpflichtiges Portal durchaus lohnen, um die Reichweite zu erhöhen und es wirkt sich möglicherweise auch die Qualität der Bewerber aus.

Wenn der Mitarbeiter anbeißt…

… mach es ihm so leicht wie möglich. Biete Upload-Möglichkeiten, bei denen der Bewerber seine Bewerbungsunterlagen direkt online hochladen kann. Je einfacher der Bewerbungsprozess ist, desto größer ist die Chance das die Bewerbung auch ankommt.

Um die richtigen Bewerbungen herauszufiltern gibt es eine Menge Tools, die dir dabei behilflich sein können. Zum Beispiel der 7-Punkte-Plan nach Smith. Kennst du nicht?

Im Anhang findest du ein kleines Handout, das dir beim Erstellen des Anforderungsprofils sowie beim Check der Bewerbungsunterlagen hilft.

Schau doch mal rein!

HANDOUT – ALLESKÖNNER TEIL 1

Willst du weitere Tipps für ein strukturiertes Vorstellungsgespräch? Mit einem umfassenden Fragenkatalog? Dazu erfährst du mehr in meinem nächsten Blog und natürlich gibt es auch dazu wieder ein Handout.

Deine Julia

P.S. Kennst du meinen Blog zum Thema: Immer mehr Personaler mutieren zu Stalkern? Nein, dann HIER entlang!

P.S. In meinem Onlinekurs zum Führungsexperten findest du eine umfassende Lektion zum Thema Mitarbeiterführung, weitere Informationen findest du HIER